Maria Alm – Riemannhaus – Ingolstädter Haus

Lange, konditionell anspruchsvolle aber beeindruckende Hüttentour auf dem Eichstätter Weg durch das grandiose Steinerne Meer.

Länge: 23,5 km    ●    Gehzeit: 10:00 h    ●    Anstieg/Abstieg: 1968 m
Start/Ziel: Maria Alm, Waldparkplatz Sandten (über Lofer und Saalfelden nach Maria Alm. Dort im Ortszentrum links Richtung Grießbachwinkl und immer ansteigend (Wegweiser Riemannhaus) auf zuletzt unbefestigtem Fahrweg bis zum Parkplatz Sandten, ca. 1150 m, durchfahren bis zur Schranke; wenn der obere Parkplatz belegt ist, bieten sich kurz vorher bei der Wegverzweigung weitere Parkmöglichkeiten, 1100 m)
Einkehr: Riemannhaus, Ingolstädter Haus
Zusätzliche Infos: Wem die Tour zu lang ist, der kann im Riemannhaus oder im Ingolstädter Haus übernachten und dafür die Besteigung des Großen Hundstod ins Auge fassen; der Hausberg des Ingolstädter Hauses bietet eine fantastische Panoramaaussicht über das gesamte Steinerne Meer

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Vom unteren Waldparkplatz Sandten (Wegekreuzung, 1100 m) wandern wir leicht ansteigend zum eigentlichen Riemann-Parkplatz hoch. Der Kiesweg führt dann weiter recht steil hoch (Richtung sichtbaren Sommerstein), passieren nach ca. 20 Min. den nach links, schwarz markierten schmalen Pfad zur Bilgeri-Rast (30 Min.) und zum Fürstenbrünnl (1 h). Wir steigen weiter rechts haltend auf dem breiten Kiesweg bergan, ignorieren weitere schwarz markierte Abzweigungen links Richtung Saalfelden (Weg Nr. 413) und wenig später zur Peter-Wiechenthaler-Hütte und zum Breithorn-Südwandsteig. Ab der letzten Beschilderung machte der Kiesweg ein paar deutliche Kehren, führte aber stets recht steil berghoch. Schöner Aufblick zum Sommerstein.

Von Anfang an gibt uns der markante Sommerstein die Richtung vor

Wir erreichen die Materialseilbahn (bis hierher mit dem MTB befahrbar), wo wir vor dem Häuschen auf einem schmalen Pfad in Serpentinen links über den Geröllhang ansteigen. Zehn Minuten später erreichen wir durch Latschen hindurch die Felsen und die ersten Holzstufen. Wir umgehen einen Felskopf (mit Geländersicherung), passieren ein Marterl, und steigen – mal mehr oder weniger geröllig – über Fels, Beton und Holztreppen teilweise ordentlich steil und kehrenreich Richtung Felswand hoch.

Steinerne Stufen, teilweise steil und drahtseilgesichert, führen uns aussichtsreich bergauf Richtung Riemannhaus

An einigen Stellen sind Drahtseile eingehängt, bevor wir links zu einem schönen grasigen Aussichtspunkt gelangen. Unterhalb der Felswände erreichen wir eine Kuppe, es geht leicht bergab, dann queren wir zu den nächsten nach oben führenden Holztreppen. Wir unterqueren die Materialseilbahn und orientieren uns weiter Richtung Sommerstein.

Es folgt eine weitere lange Traverse nach rechts um einen kleinen Vorsprung herum, dann geht es wieder auf Betonstufen nach oben und bald direkt an der Felswand entlang (Drahtseile). Es folgt eine Quertraverse nach links, zunächst ein paar Schritte bergab, dann in Kehren hoch, alles mit Drahtseilgeländer. Durch eine offene Schranke, rechts ist schon das Riemannhaus unter dem Sommerstein zu sehen, steigen wir nur noch leicht nach rechts über Geröll an und queren zum Riemannhaus hinüber.

Das erste Etappenziel, das Riemannhaus unterhalb des Sommersteins, taucht im Morgenlicht auf

Hinter dem Riemannhaus leitet uns die Markierung 401 nach links, die ersten Meter leicht bergab. Dann verläuft der felsige Pfad meist recht flach durch das steinige Gelände. Wir folgen einem großen Linksbogen, und halten uns bei der Markierung „Peter-Wiechenthaler-Hütte/Weißbachlscharte/Ingolstädter Haus nach rechts; kurz darauf verlieren wir dann den Blickkontakt mit dem Riemannhaus. Über kleinere Altschneefelder geht es in leichtem Auf und Ab durch die geröllige Felslandschaft. Der gut markierte Weg führt immer mal wieder leicht abwärts in Senken und an kleinen Felsriegeln vorbei. Das schränkt die unmittelbare Sicht auf den weiteren Wegverlauf oft ein, nicht aber auf die eindrucksvolle Bergwelt rundum. Steinmänner und Markierungspfosten geben uns zusätzliche Orientierungshilfe.

Mitten im Felsenlabyrinth

Wir erreichen ein größeres abfallendes Kar, vor uns baut sich imposant der Große Hundstod auf, links flankiert uns ein lang gestreckter Felszug. Über ein größeres Schneefeld traversieren wir diese Senke, der Pfad schlängelt sich über Geröll durch die Felsen etwas steiler bergab. Am anderen Ende steigen wir über Felsstufen wieder hoch und traversieren dann rechts flach entlang einer Felswand linker Hand. An einer engen, abschüssigen Stelle muss man auch mal die Hände zu Hilfe nehmen.

An den wenigen grünen Stellen trifft man hin und wieder auch auf solch genügsame Wandergenossen

Wenig später stoßen wir auf die Abzweigung zur Weißbachlscharte (30 Min. nach links) und zur Peter-Wiechenthaler-Hütte (2 Std.).

Wir setzen den Weg mit Blick auf den Großen Hundstod fort, der uns die Richtung vorgibt. Es geht wieder steiler in eine Senke hinab, mit einer richtig felsigen Passage, rechts begleitet uns eine Felswand. Unterhalb dieser traversieren wir dann nach links und steigen in engen Kehren über den Geröllhang ab.

Traverse in der Nähe der Abzweigung zur Weißbachlscharte

Nach der Talsenke führen uns Felsstufen wieder hoch, wir treffen auf Latschenbewuchs, insgesamt wird die Landschaft etwas grüner. Unterhalb eines rechts verlaufenden Latschengürtels wandern wir auf eine Felswand zu, die sich von links herüberzieht.

Wir steigen wieder leicht an, erreichen eine Hochfläche und sehen vor uns in der Ferne schon das Ingolstädter Haus. Es geht nach links, nochmals durch eine Senke und erneut hoch über einen kurzfristig wieder die Sicht versperrenden Felsriegel.

Das Ingolstädter Haus taucht mitten in der Steinwüste auf, im Hintergrund baut sich der Große Hundstod auf

Vorbei an einem mit Gebetsfähnchen und einem Kreuz geschmückten Felsen erreichen wir wenige Minuten später das mitten in den Felsen thronende
Ingolstädter Haus.

Wer im Ingolstädter Haus übernachtet, kann auch eine Besteigung des Großen Hundstod einplanen.

Der Rückweg verläuft auf dem Anstiegsweg.

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